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Der
Begriff Gospel (engl. Evangelium) kommt aus dem altenglischen "god-spel"
und bedeutet gute (god) Erzählung/Nachricht (spel) und bezieht
sich somit auf die Bibel und das Neue Testament.
Von
dieser guten Nachricht wollen wir in unseren Liedern erzählen.
Als
Wurzel des Gospel gilt der im 18. Jahrhundert entstandene Negro
Spiritual. Weil die Sklaven oftmals an Gottesdiensten teilnahmen,
haben Sie von den Leiden Jesu erfahren und sich damit ein Stück
weit indentifiziert. Ihnen war es jedoch nicht erlaubt diese Geschichten
weiter zu erzählen. Deshalb verbreiteten sie das in der Kirche
Gehörte durch gesungene Texte. Neben den rein christlichen
Inhalten enthielten diese Lieder auch geheime Botschaften. Wenn
beispielsweise von dem "Jordan" gesungen wurde, war der
Ohio River als Grenze zu den sklavenfreien Nordstaaten, dem "Promised
Land", gemeint. "Wade in the water" galt als Hinweis
für fliehende Sklaven, sich vor der Verfolgung durch Hunde
des Plantagenbesitzers in Sicherheit zu bringen, indem sie durch
das Wasser waten sollten. Manche Spirituals waren auch ganz einfach
ein Ruf nach Freiheit ("Oh Freedom") und Aufforderung
zur Flucht ("Steal Away").
Diese
vielen Hinweise auf die Freiheit und eine Flucht in das gelobte
Land zeugen von der großen Hoffnung und Lebensfreude der Sklaven
in ihrer eigentlich ausweglosen Situation.
Nach
dem Ende der Sklaverei wird im Zusammenhang mit christlicher afro-amerikanischer
Musik allgemein von "Gospel" gesprochen.
Musikalisch
hat der Gospel seinen Ursprung hauptsächlich in der afrikanischen
Heimat der Sklaven. Im Zuge der Missionierung in Afrika haben sich
auch dort christlich geprägte Glaubenslieder entwickelt. Einige
dieser Glaubenslieder gehören mittlerweile auch zu unserem
Repertoire und werden von uns in der jeweiligen afrikanischen Sprache
gesungen.
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